Inhalt
1. Einstieg: Die klassische Dilemmasituation im Recruiting2. Was ist Skill-Adjacency-Mapping?3. Ursachen & Herausforderungen bei interner Besetzung4. Auswirkungen der Entscheidung: intern vs. extern5. Die Lösung: Skill-Adjacency-Matrix zur Entscheidungsfindung6. Praxis-Use Case: Intern besetzen mit Pilotprogramm7. Abschluss: Reflexion und Handlungsempfehlung
💡 TL;DR: Du fragst dich, ob interne Förderung oder externe Rekrutierung die bessere Wahl ist — oft fehlen klare Skill-Profile und Strukturen. Skill-Adjacency-Mapping bewertet Skill-Nähe, zeigt Entwicklungspfade und hilft dir, kosteneffiziente Personalentscheidungen zu treffen.
Interne Talente fördern oder extern rekrutieren? Eine strategische Entscheidungshilfe für den Mittelstand.
In der Personalbeschaffung stehst du oft vor der Entscheidung: Solltest du interne Talente fördern oder gezielt extern neues Personal rekrutieren? Diese Frage lässt sich durch das Skill-Adjacency-Mapping beantwortet. Diese Methode bewertet Anpassungs- und Trainingskosten, um fundierte Personalentscheidungen zu erleichtern und die Mitarbeiterbindung zu stärken.
Skill-Adjacency-Mapping betrachtet die Fähigkeiten der Mitarbeiter:innen nicht nur binär, sondern bewertet die Nähe zu den benötigten Qualifikationen. Besonders im Mittelstand, wo Ressourcen für Rekrutierungen begrenzt sind, kann dieses Konzept entscheidende Vorteile bieten. Durch den dynamischen Skill-Blick lässt sich mehr aus bestehenden Teams herausholen.
Die Fähigkeit von Mitarbeiter:innen sollten nicht als schwarz oder weiß betrachtet werden. Entscheidend ist zu erkennen, wie sie sich zu den gewünschten Skills entwickeln können.
Nach Cornerstone People Research Lab zeigt sich, dass Unternehmen durch gezieltes Upskilling ihre Mitarbeiterbindung erheblich stärken und langfristige Vorteile im Teamaufbau realisieren können. Eine Studie der Masterplan und Quadriga Hochschule Berlin bestätigt, dass Upskilling in vielen Fällen kosteneffizienter ist als Neueinstellungen und entsprechend langfristige Vorteile für den Teamaufbau bietet.
Interne Besetzungen scheitern oft an unklaren Kompetenzprofilen. Viele Talente im Unternehmen bleiben unentdeckt, weil ihre Potenziale nicht richtig erfasst werden.
Zeitdruck und fehlende Strukturen stellen Hürden dar, wenn Unternehmen von schnellen Entscheidungen auf strategisches Skill-Management umstellen. Nach Mercer Global Talent Trends sind nur zwölf Prozent der Unternehmen in Deutschland, Österreich und der Schweiz in der Lage, die Fähigkeiten zu beurteilen, über die ihre Belegschaft verfügt und welche noch entwickelt werden müssen.
Externe Rekrutierungen bringen neue Perspektiven, jedoch auch versteckte Kosten mit sich. Studien der Society for Human Resources Management (SHRM) zeigen, dass es durchschnittlich rund $4,700 kostet, um einen neuen Mitarbeitenden einzustellen, während Upskilling bestehender Talente typischerweise kosteneffizienter ausfällt. Upskilling stärkt die Unternehmenskultur und fördert die Loyalität, obwohl es initial mehr Anstrengungen erfordert.
Externe Neuzugänge können hohe Onboardingkosten verursachen, was sowohl Zeit als auch finanzielle Ressourcen beansprucht. Laut Deloitte zeigen Organisationen, die systematisch in interne Mobilität investieren, signifikante Einsparungen bei externen Rekrutierungskosten und verbesserte Bindungsquoten.
1. Analyse vorhandener Kompetenzprofile: Erfassen, welche Skills bereits vorhanden sind.
2. Erkennung von Skill-Nähe und Entwicklungspotenzialen: Identifizieren von Mitarbeitenden, die sich nahe an den benötigten Qualifikationen befinden.
Talent-Management-Systeme und Skill-Mapping-Tools unterstützen dabei, eine klare Matrix aus bestehenden Daten zu erstellen und strategische Entscheidungen leichter zu treffen. Diese Systeme nutzen KI-gestützte Analysen, um interne Talente zu identifizieren und passende Entwicklungspfade aufzuzeigen.
Cisco hat mit einem Skills-Mapping-Projekt demonstriert, wie durch systematische Erkennung von benachbarten Fähigkeiten und gezielte interne Mobilität Besetzungszeiten verkürzt und die Mitarbeiterzufriedenheit gesteigert werden kann. Das Unternehmen ordnete seine 3.000+ Stellenprofile über 200 marktgerechten Jobrollen zu und identifizierte jeweils 20–25 kritische Skills pro Role – ein Ansatz, der es ermöglicht, interne Talente effektiv zu entwickeln.
Die langfristige Effizienz der internen Förderung verringert Fluktuation und stärkt die Unternehmenskultur. Nach Gloat Research zur internen Talent-Marketplace berichten Unternehmen von Einsparungen von bis zu $21 Millionen durch verbesserte interne Mobilität und verringerte externe Rekrutierungskosten.
Mit einem schrittweisen Ansatz in der Einführung des Skill-Adjacency-Mappings lassen sich Erfolge besser realisieren und Widerstände minimieren.
Welche Potentiale stecken in deinem Team, die nur darauf warten, entdeckt und gefördert zu werden?
Skill-Adjacency-Mapping könnte der Schlüssel sein, um interne Ressourcen für nachhaltiges Unternehmenswachstum zu nutzen.
Finde heraus, wie das Skill-Adjacency-Mapping deine HR-Strategien verbessern kann. Erhalte mehr Informationen zu internen Mobilitätsstrategien über Haufe und entdecke die nächsten Schritte für dein Unternehmen.
Zur Untersuchung deiner aktuellen Rekrutierungsstrategien empfiehlt sich unser Selbsttest zur Effizienz im Recruiting, um den Reifegrad und die Leistungsfähigkeit deiner Maßnahmen zu bewerten. Ergänzend kannst du praxisnahe Tools und Checklisten nutzen, um deine Recruiting-Prozesse datenbasiert zu optimieren und das Skill-Adjacency-Mapping weiter zu verbessern. So profitierst du von einer gezielten Analyse und konkret umsetzbaren Empfehlungen für deine Talent-Acquisition-Strategie.
Klar strukturierte Übersicht der wichtigsten Recruiting-KPIs für datenbasiertes Recruiting.
Praktische Erläuterungen zu jeder KPI: Verständlich und auf den Recruiting-Alltag zugeschnitten.
Fokus auf Optimierungspotenziale – erkenne Engpässe und stärke deine Recruiting-Performance.